Kleine Snacks für die Sauna

Noch mehr Komfort und Service: Die Stadtwerke Husum haben zum 1. Dezember den Betrieb des Bistros im Husum Bad übernommen. Das kulinarische Angebot wird jetzt mit ausgewählten Snacks und Getränken auf den Saunabereich ausgedehnt. „Wir sorgen dafür, dass die Einrichtung attraktiv bleibt, bis das neue Schwimmbad steht. Für uns ist das eine Investition in die Lebensqualität der Husumer Bürger“, versichert Michael Mertsch, stellvertretender Leiter des Husum Bads. Der mehr als 40 Jahre alte Betrieb, dessen Instandhaltung immer aufwendiger und schwieriger wird, soll durch ein neues Gebäude ersetzt werden. Die Planungen für den Neubau laufen derzeit auf Hochtouren.

Das Gastro-Konzept bleibt auch unter neuer Regie weitgehend bestehen: Das Husum Bad wartet mit frischen Leckereien und Schwimmbadklassikern wie Bratwurst und Pommes Frites auf. „Die Zutaten für die Salate, Suppen und Brotzeitteller stammen aus der Region. Unsere Mitarbeiter bereiten die Speisen täglich frisch zu“, erklärt Michael Mertsch. Im Saunabereich habe ein Angebot an leichten Snacks und fruchtigen Getränken bislang gefehlt: „Jetzt können unsere Sauna-Gäste auch in den Pausen oder in der Ruhephase nach dem Saunieren in Ruhe ihren Flüssigkeitshaushalt mit leckeren Fruchtsäften regulieren und ihren Hunger stillen. Das macht das Saunieren noch gesünder und reizvoller“, ist sich Michael Mertsch sicher.

Neues Bad eröffnet Chancen

Die Bäderzukunft Husums gewinnt an Konturen: Das erste Grobkonzept für den Nachfolger des in die Jahre gekommenen HusumBads liegt jetzt vor: ein neues attraktives Bad mit regionaler Strahlkraft, in dem sich Einheimische wie Touristen gleichermaßen wohl fühlen – egal, ob sie sich sportlich betätigen oder ihre Freizeit genießen wollen. Der Entwurf ist von der Projektgruppe „Neues Schwimmbad“ erarbeitet worden. An ihrer Seite haben sie als Berater die Deutsche Sportgaststättenbetriebs- und Planungsgesellschaft mbH & Co. KG (DSBG). Die hat nicht nur als Planungsgesellschaft einen Namen, sondern betreibt auch selbst erfolgreich Bäder unterschiedlicher Größe und Art. In das Konzept sind die Bedürfnisse wesentlicher Nutzergruppen und deren Anregungen ebenso eingeflossen wie Erfahrungen der DSBG. Auch Ergebnisse aus Analysen über Wettbewerber, Wirtschaftlichkeit, Demografie, Trends und Nutzerverhalten wurden von der Projektgruppe in die Betrachtung einbezogen. Der Projektgruppe gehören neben Bürgermeister Uwe Schmitz, der Leiter des Bauamts, der Kämmerer, die Gleichstellungsbeauftragte und Entsandte je-der Fraktion ebenso an wie der Leiter des HusumBads und der Geschäftsführer der Stadtwerke Husum. Seit Mai haben sie in vier Sitzungen und einem Workshop mit Vertretern von wesentlichen Nutzergruppen gemeinsam entwickelt, welche Art und Größe von Bad für Husums Zukunft förder-lich ist. Zum Workshop mit den Nutzergruppen waren Vertreter von Schulen und Vereinen sowie von institutionellen Badegästen eingeladen, um zu erfahren, was das neue Bad aus ihrer Sicht können soll.

Mit Neubauprojekt Standort fördern

„Wir wollen das Projekt auch aktiv für die Standort- und Regionalentwicklung nutzen“, erklärt Benn Olaf Kretschmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Husum, die im Auftrag der Stadt die städti-schen Bäder betreiben. „Ein Bestreben des Badneubaus ist es auch, die Zahl der Gäste von bisher 150.000 auf rund 180.000 zu erhöhen und neue Kundengruppen zusätzlich anzulocken“, fügt er an und ergänzt: „der Neubau soll sich möglichst positiv auf den Standort Husum auswirken.“ Deshalb prüfe die Projektgruppe auch genau, wo Synergien zum Nutzen der Stadtentwicklung gehoben werden könnten – das Spektrum reiche von Hotellerie über neue Tourismusprojekte bis zu Sport und Schulen.

Als nächste Planungsschritte stehen die Standortsuche und die Sondierung von Fördermöglichkei-ten an. Was Projektgruppe, DSBG und Stadtwerke entwickeln, wird dem Hauptausschuss als Ent-scheidungsgrundlage dienen. „Wenn Standort und mögliche Fördermittel feststehen, wollen Stadt und Stadtwerke den Bürgerinnen und Bürgern das Konzept präsentieren und ihre Anregungen aufnehmen“, erklärt Benn Olaf Kretschmann. Im Frühjahr 2018 soll – nach heutigem Stand – die Beschlussfassung durch den Hauptausschuss erfolgen, danach ist eine öffentliche Präsentation des Planungsstands und des weiteren Vorgehens vorgesehen.

Laufendes Investment in Lebensqualität

„Die Zeit drängt“, sagt der Stadtwerke-Chef und erinnert: „Das HusumBad ist über 40 Jahre alt. Es instand zu halten wird technisch immer anspruchsvoller und kostet jedes Jahr mehr Geld; wir se-hen darin aber ein Investment in die Lebensqualität. Deshalb tun wir das solange, bis das neue Bad steht.“ Er verschweigt jedoch nicht, dass der Fortbestand des HusumBads bereits laufend un-tersucht und mit Statikern begutachtet wird. Von daher hoffen er und die Stadt, dass der Neubau in etwa fünf Jahren realisiert sein wird. „Solange halten wir das HusumBad hoffentlich attraktiv am Leben“, resümiert Benn Olaf Kretschmann.

Ganzheitliches Denken hilft sparen

In Husum geht es streng nach Plan zum neuen Bad, um mit Sicherheit das Richtige zu tun. „Das Vorgehen entspricht den DIN-Normen für die Planung öffentlicher Bäder“, erklärt Dr. Christian Kuhn, Geschäftsführer der DSBG. Er gilt als Koryphäe in der Bäderbranche mit viel Wissen über die Tücken des Alltags, betreibt die Gesellschaft doch selbst sechs Bäder – von der großen Therme bis zum kleinen Hallenbad. „Mit der DSBG haben wir Experten mit an Bord, die 40 Jahre Erfahrung als Betreiber und umfassendes Know-how im Freizeitmarkt haben“, erklärt Benn Olaf Kretschmann. Er ist überzeugt: „Ihr Wissen und ihre Erfahrung – gepaart mit den ortspezifischen Besonderheiten – bilden eine solide Grundlage für die Neukonzeption der Badelandschaft in Husum.“ Die Kosten eines Bads, wie Dr. Christian Kuhn erklärt, setzen sich aus der Investition für den Neu-bau und die Betriebskosten über die gesamte Laufzeit zusammen. Die Investition mache am Gesamtbetrag in der Regel eben nur einen Teil aus. Daher lege der DSBG großen Wert auf eine aus-gewogene Abwägung zwischen kurz- und langfristigen Aspekten. „Wir sind für einen wichtigen Bereich der Sport- und Freizeitqualität in Husum verantwortlich“, betont Benn Olaf Kretschmann, „und diese Aufgabe nehmen wir sehr ernst.“

Standort und Förderung bestimmen Gestaltung

Das jetzt erstellte Grobkonzept ist Basis für das Raumprogramm und damit Voraussetzung, um Größe und Lage des erforderlichen Grundstücks zu bestimmen. Für Standortwahl und Ausgestaltung mit entscheidend ist, ob Förderkriterien für öffentliche Mittel erfüllt werden sollen. „Diese kön-nen das Konzept noch beeinflussen und gegebenenfalls etwas verändern“, erklärt der Stadtwerke-Geschäftsführer die Situation. Potenziell geeignete Grundstücke werden nach einem umfangreichen Katalog bewertet. Stehen der Standort und die Finanzierung fest, kann mit der Planung begonnen werden. „Über den Stand der Planungen informieren Stadt und Stadtwerke über die Presse kontinuierlich die Öffentlichkeit“, betont Benn Olaf Kretschmann. Zudem würden relevante Zwischenergebnisse den Bürgerinnen und Bürgern in öffentlichen Veranstaltungen vorgestellt werden.

Neues Bad: Stadtwerke rufen zum Mitgestalten auf

Hauptausschuss der Stadt Husum stimmt Fahrplan für Hallenbad-Neubau zu – alle Nutzergruppen sollen bei der Planung Gehör finden – Ergebnisse gibt es im Herbst

HUSUM. Die Stadtwerke Husum beginnen jetzt mit der Planung für ein neues Hallenbad. Am Donnerstag (6. April) hat der Hauptausschuss der Stadt Husum dem vorgestellten Fahrplan für den Neubau zugestimmt. Benn Olaf Kretschmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Husum kündigt an: „In den nächsten Wochen werden wir die Bedarfe aller Nutzergruppen erfassen, die dann ins Konzept einfließen werden.“ Dazu spricht das Unternehmen mit Schulen, Schwimm- und Turnvereinen, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Seniorenbeirat, Gleichstellungsbeauftragten und einigen weiteren Interessenvertretern. „Das Husum Bad ist Treffpunkt für alle Menschen in der Region. Das soll auch das neue Bad bleiben“, betont der Stadtwerke-Chef. Um alle mitzunehmen ist ihm ein transparenter Entscheidungsprozess besonders wichtig. In das Konzept, das im Anschluss entsteht, fließen außerdem eine Machbarkeitsstudie sowie Analysen zu Einzugsgebiet, zur Demografie und Wirtschaftlichkeit ein. Voraussichtlich im Herbst stellen die Stadtwerke Husum den Stand der Planungen der Öffentlichkeit vor. „Auch hier gilt: Mitreden ist ausdrücklich erwünscht. Anregungen nehmen wir gerne auf“, stellt Benn Olaf Kretschmann klar.

Das Husum Bad stammt aus dem Jahr 1973, Bausubstanz und Technik werden sukzessive ge-prüft und erneuert. „Auf Dauer ist der Erhalt des Bades nicht mehr wirtschaftlich darstellbar. Es wird zum Beispiel schwieriger bei der technischen Ausstattung passende Ersatzteile zu bekommen“, sagt Benn Olaf Kretschmann und ergänzt: „Wir nutzen jetzt die Zeit, um den Neubau zu realisieren.“ Auch einen möglichen neuen Standort werde man dabei in Erwägung ziehen. Das Husum Bad lockt jährlich fast 150.000 Gäste, rund 75 Prozent kommen mehrmals pro Woche, wie die jüngste Kundenumfrage zeigt.

Per Mausklick ins Hallenbad

Alles neu macht in diesem Fall der März: Das Husum Bad lockt jetzt im Internet mit einem neuen Auftritt. „Es war Zeit für etwas Neues. Die alte Homepage war etwas in die Jahre gekommen“, begründet Badleiter Michael Jordt den Neuanfang. Auch inhaltlich hat das Team die Homepage einer Frühjahrskur unterzogen. Aussagekräftige Bilder und ein für Smartphone und Co. ausgelegtes Menü räumen die Homepage optisch auf. Mit wenigen Klicks finden Nutzer jetzt die Informationen für ihren Besuch im Bad – von Öffnungszeiten, Sauna-Angeboten, Fitnesskursen bis hin zur Speisekarte des Vivo Bistros. „Wir investieren kontinuierlich in die Attraktivität des Bads. Das sieht man jetzt besser online“, erläutert Michael Jordt. Bei einem Fotoshooting haben die Stadtwerke Husum, die das Bad im Auftrag der Stadt Husum betreiben, die Schwimm- und Spaßbecken, die Sauna, den Garten sowie das Bistro in Szene gesetzt. So können auch Touristen, die nicht regelmäßig in Husum sind, sich schneller einen Überblick verschaffen. „Die Lebensweise unserer Gesellschaft verändert sich, vieles machen wir von unterwegs. Mit der Homepage entsprechen wir diesem Trend, denn sie ist optimiert für mobile Endgeräte“, schließt der Badleiter.

Der Beruf macht mega Laune

Lesen Sie die Nord Reportage aus der Schleswig-Holstein am Sonntag vom 19. Februar 2017